30.07.2021

1,5 Schuljahre Corona – ein kleiner chabaDoo Rückblick

Man kann es ja eigentlich schon nicht mehr hören – Home Schooling, Distance Learning, digitale Lernmittel… Nach 1,5 Schuljahren, die von der Pandemie und durch tägliche Hindernisse geprägt waren, wollen wir aber dennoch kurz zurückblicken, in der Hoffnung, dass uns und euch mit dem neuen Schuljahr neue Schwierigkeiten erspart bleiben.

Nur eine Grippe…
So gebt’s  zu – wer hat noch aller über dieses Corona gewitzelt und es nicht ernstgenommen, als die ersten News dazu über die Medien auch nach Österreich kamen? Eh nur eine Grippe, was soll der Aufruhr? Als das alles losging, hatte wohl keiner von uns auch nur ansatzweise eine Ahnung, dass dieser Virus, dieses kleine Ding, uns so lange in Schach halten und unseren Alltag für viele Monate komplett aus der Bahn werfen wird.

Selbst als der Lockdown verhängt wurde und sich in den Supermärkten aberwitzige Kämpfe um Klopapier, Nudeln und Konservendosen abspielten, dachte wohl jede*r von uns, dass der Spuk in ein paar Wochen vorbei wäre. Irgendwie entwickelte sich ein seltsames Gemeinschaftsgefühl, denn ein bisschen fühlten wir uns wie Abenteurer*innen in dieser neuen Situation.

Vom Abenteuer in die Ernüchterung…
Doch schnell stellte sich die Ernüchterung ein. Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit schlug wie eine Welle über viele herein und das ursprünglich so gemütliche Home Office fühlte sich eher mangels Vorhandensein von Freizeitangeboten wie ein Gefängnis an. Und wurde für viele zur Belastung, gerade in Familien, wo zu Home Office auch noch Home Schooling kam. Und es stellte sich heraus, dass sowohl viele Unternehmen als auch das Schulwesen in Österreich der Situation definitiv nicht gewachsen waren und schnell an die Grenzen stießen – sei es hinsichtlich technischer Voraussetzungen, der Befähigung der einzelnen oder schlicht und ergreifend der Vertrauensbasis und Selbstorganisation der einzelnen Teilnehmer*innen.

Für uns als Anbieter einer modernen Lernplattform war dies der Beweis, dass das Bewusstsein einer Veränderung hin zur digital unterstützten Bildung zwar da war, man die Umsetzung und das Schaffen der entsprechenden Rahmenbedingungen jedoch tunlichst vor sich herschob. Bis die Pandemie kam und man schnell merkte, dass sich dies gerächt hat. Es wurde plötzlich real, worauf Experten schon länger hingewiesen hatten.

Positive Auswirkungen für Early Adopters
Viele, mit denen man spricht, glauben, chabaDoo wäre erst aus dieser Notwendigkeit etwas zu ändern in der Pandemie entstanden, um den schulischen Alltag zu erleichtern. Tatsächlich gab es uns zu diesem Zeitpunkt aber schon zwei Jahre und unsere Plattform wurde bereits in Schulen getestet und wissenschaftlich überprüft. In der Krise zeigte sich deutlich: jene Schulen, die bereits mit chabaDoo arbeiteten, konnten die Schülerinnen und Schüler wesentlich besser auf die Anforderungen im Home Schooling und Distance Learning wie Eigenverantwortung, Selbstorganisation oder den Umgang mit digitalen Werkzeugen vorbereiten.

Neue Wege – im Unterricht und für die Schüler*innen
Zum Ausklang des Schuljahres hat sich Customer Care Managerin Brigitte Mahrhofer mit Verena Hohengasser und Simone Peschek von der NMS Enkplatz zusammengesetzt und die Zeit etwas Revue passieren lassen. „Unsere Kids haben uns durchwegs positives Feedback vom Arbeiten mit chabaDoo und den zur Verfügung gestellten chabaDoo Laptops gegeben. Sie konnten so wertvolle Erfahrungen sammeln, die sie optimal auf ihrem weiteren Bildungsweg wie beim Eintritt in einer HTL nutzen konnten. Gerade für Schüler*innen aus einkommensschwächeren Familien war es eine enorme Erleichterung, die Aufgaben zu Hause digital mit entsprechender Hardware absolvieren zu können“, so die beiden Pädagoginnen. Und die Kids sind sich einig: „Mit chabaDoo war lernen nicht mehr so langweilig und wir konnten uns in der Corona-Zeit besser motivieren. Lernen war mehr wie ein Spiel und wir haben nicht so viele Arbeitszettel bekommen wie andere – das war super.“

Natürlich ist eine Ausnahmesituation nicht der Zeitpunkt, um neue Tools einzuführen. Aber ein Gutes hatten die monatelange Debatte und der Stress rund um Home Schooling und Distance Learning: die Bereitschaft, wichtige Schritte endlich zu setzen, ist gestiegen. Zwar wollen wir alle nicht hoffen, dass wir weitere Monate im Home Schooling verbringen müssen – dennoch hat sich gezeigt, dass im Sinne einer guten Vorbereitung auf die zeitgemäßen Arbeitsmittel und Aufgaben im Berufs- oder Studienleben Schüler*innen bereits früh an derartige Lernbehelfe herangeführt werden müssen.

Corona Schule

Wo ein Wille, da ein Weg?
Entgegen einer landläufigen Meinung ist der Wille in der Lehrer*innenschaft hierbei definitiv gegeben. Sich wieder der Aufgabe des Pädgoge*in sein besser widmen zu können und motivierte und eigenverantwortliche Schüler*innen zu unterrichten, liegt den Unterrichtenden sehr am Herzen. Doch leider stoßen öffentliche Schulen im technischen und infrastrukturellen Bereich schnell an ihre Grenzen. Mit der derzeitigen Ausstattung ist es kaum möglich, digital unterstützten Unterricht anzubieten. Nicht jedes Kind hat einen Laptop zur Verfügung und das Arbeiten am Handy ist weder zielführend, noch funktionieren alle Tools auf solchen Endgeräten. Momentan klafft hier noch eine große Kluft, die umso mehr an Schulen bemerkbar wird, die in schwierigen sozialen Umfeldern agieren.

Die Digitalisierungsoffensive des Bundes und der Länder lässt hoffen, dass hier endlich jene Schritte gesetzt werden, die diese wichtigen Voraussetzungen schaffen – für mehr Chancengleichheit in der Bildung. Dann hätte die Corona-Krise zumindest etwas Gutes gehabt und etwas bewirkt. Aber erst einmal: genießt die verbleibenden freien Tage-ihr alle habt es euch verdient. Wir freuen uns darauf, im Herbst mit euch gemeinsam durchzustarten!

P.S.: Übrigens könnt ihr euch bzw. eurer Schule ein Digitalisierungspaket bestehend aus Laptops und chabaDoo-Lizenzen sichern! Über die ISB-Förderung ist dies kostenlos – mehr Infos gibts hier.

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